Was weiß Google?

Die Google-Suchmaschine weiß sehr viel, leider aber auch Dinge, die sie überhaupt nichts angeht: Wie gestern abend in der Dokumentation „Der Verlust der Intimität“ auf 3Sat wieder einmal zu sehen war, speichert die Firma Google alle Daten, derer sie habhaft werden kann, für mindestens 18 Monate, also nicht nur sämtliche eingegebenen Suchbegriffe und ihre jeweiligen Kombinationen, sondern auch die IP-Adresse, von der aus der Computer zugreift. Wen man sich dann noch in einen der vielen Google-Dienste (Youtube, Picasaweb etc.) einlogt, wo man evt. mit Namen und Adresse gespeichert ist, ergibt das ein Profil, wie es sich Schäuble nicht schöner ausmalen könnte. In der Dokumentation wurde ein Firefox-PlugIn vorgestellt, das diese Form der Spionage zwar nicht verhindert, aber weitgehend unbrauchbar macht. Es heißt „TrackMeNot“ und wurde bereits von dem findigen und hilfreichen Blogkollegen Kaiserfive beschrieben und verlinkt. Wenn man es installiert hat, was nicht länger als 5 Sekunden dauert, muß man im Browser noch im Menupunkt Extras unter TrackMeNot den Button Enabled anklicken.

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Was weiß Google?

13 Gedanken zu “Was weiß Google?

    1. Hey, super! Wann sollen die Handwerker kommen? – für die Kameras in Deinem Wohnzimmer, in der Küche, natürlich auch Klo, Bad und Bett. Du hast ja nichts zu verbergen, und vielleicht macht’s die Jungs ja noch an.

      Gruß
      🙂

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  1. danke für den tip. du wirst es nicht glauben, aber genau darüber habe ich mir vor kurzem erst gedanken gemacht. es geht mir nicht um mich, aber mit diesen profilen denke ich, lassen sich im KI-bereich hervorragend vergleiche anstellen. aber vielleicht liege ich ja falsch.

    jedenfalls ist das ding jetzt erstmal installiert.

    lg

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    1. Über wikipedia habe ich noch etwas herausgefunden: Google weist jedem Nutzer über ein Cookie eine individuelle Nummer zu, anhand der sich genau nachweisen läßt, wo der „Kunde“ überall so war, und zwar so lange, wie das Cookie nicht gelöscht wird, mindestens aber für die Dauer der Sitzung. Wenn man das nicht möchte, kann man die Nummer auf 0 setzen mit dieser Hilfe: http://www.imilly.com/google-cookie.htm
      Eigentlich habe ich ja nicht die geringste Lust, mich damit zu beschäftigen, aber Google ist wirklich mächtig und wächst immer noch …

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    1. Krake ist das richtige Wort. Wenn man sich näher damit beschäftigt, fängt man an, sich leicht paranoid zu fühlen. Aber auch, wenn sie nichts weiter mit den Daten machen, als ihre Werbemethoden zu optimieren, sie erfinden und erforschen damit auch die Möglichkeiten und Methoden, die Bürger zukünftig in ganz anderen Zusammenhängen auszuspionieren.

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  2. Ich benutze schon länger Thor mit Proxy
    beim Surfen. 😉
    Ausserdem hab ich mir angewöhnt,
    nach jeder Session, die temporären Internet-Dateien
    mitsamt Cookies zu löschen.
    Trotzallem: Man hinterlässt a priori Spuren.
    (Jeder ist/wird mal nachlässig.

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  3. Obwohl ich mittlerweile auch schon ein paar Sachen gehört habe , die Tor nicht als wirklich zu 100 % sicher erscheinen lassen …

    Das Problem ist – zumindest bei mir – immer zwischen Komfort sprich Speed und Sicherheit abzuwägen …

    Ein Freund lässt seinen Verkehr nur über sichere Server in Japan laufen … der ist aber auch ein paranoider Anarcho-Syndikalist ^^

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  4. Du hast ja 100% Recht und auch das Google eine Krake ist. Google ist aber auch in vieler Hinsicht genial. Ich vertraue darauf, wie ich das übrigens schon bei der Stasi gemacht habe, dass bei der Unmenge von Daten von Milliarden von Usern, soviel Datenmüll entsteht, so dass jemand überfordert ist, wenn er jemanden gezielt rauspicken will. Ich kann mich natürlich auch täuschen. Dann habe ich bei Google durch die gezielte Werbung interessante Dinge erkunden können. Ja, man muss eben abwägen, was man möchte. Das ist nicht immer einfach, weil zu „guten“ Seite auch immer die dunkle Seite der Macht gehört.

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    1. Stimmt, ich möchte auch nicht auf die Suchmaschine verzichten, auch nutze ich picasaweb, googlemail und youtube, alle drei recht gute Dienste – aber vermehrt versuche ich auch, ask.com, vivisimo.com und andere Suchmaschinen zu nutzen, eine früher oder später zu erwartende Monopolstellung ist nie gut. Das gemeine an Google ist, daß sie auch Deine Internetadresse (IP) speichern und Dir unter Umständen eine Nummer verpassen, nach der Du immer als ein und dieselbe Person indentifizierbar bist, und dieses Firefox-PluIn macht genau das, wovon Du sprichst: Es sendet von Deiner IP aus X Suchanfragen aus den verschiedensten Gebieten an Google, ein Profil daraus zu erstellen, wo jetzt genau Deine Interessen liegen, wird damit sehr schwer gemacht. Wie genau hast Du das bei der Stasi gemacht? Das muß doch ungleich schwieriger gewesen sein als im Internet, oder?

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      1. Ich denke nicht. Als Internet-User ziehst du eine breite Spur über Amazon, Ebay, Versandhäuser, E-Mails, News-Letter usw. Das alles gab es nicht bei uns. Und du konntest ja auch nichts über Datenbanken und Suchmaschinen rausfinden. Kein Internet, keine PC’s, kaum Telefone! Da gab es nur Karteikarten und Ordner. Meinst du, dass man immer alle Karteikarten und Ordner durchschauen kann und auswerten? Und dann mit dem Müll was so im täglichen Leben passiert? Laaaangweilig. Stell dir das mal bildlich vor. Stasi wird immer überschätzt.

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        1. Ja, stimmt, die Überwachung durchs Internet ist wahrscheinlich subtiler, man merkt es kaum, und bislang – wenn ich das richtig sehe – dienen die Daten ja in erster Linie noch der Profitmaximierung: Wem kann ich durch welche Werbung am besten das meiste Geld aus der Tasche ziehen? Was Du über die Stasi schreibst, ist interessant, ich würde gern mehr darüber hören/lesen.

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