Was macht Bush in 481 Tagen?

Er sitzt vermutlich zu Hause und ist hoffentlich arbeitslos. Das, so der Preisträger des Demokratiepreises 2007 Seymour M. Hersh, sei vermutlich das Positivste, was man über den derzeitigen amerikanischen Präsidenten sagen könne. Hersh ist seit Ende der 60er Jahre ein bekannter und kritischer Journalist, die Aufdeckung des Massakers von My Lai ist ihm ebenso zu verdanken wie vieler anderer Mißstände, wie z.B. aus jüngerer Zeit der Folterskandal in Abu-Ghraib.

Der Demokratiepreis wird von der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ vergeben. Die wenig optimistische Dankesrede von Hersh findet man hier unter dem Titel „Die Brüchigkeit der Demokratie“. Er zeichnet dort ein düsteres Bild des Umgangs der Bush-Administration mit der Wahrheit. Aber auch der Beamtenapparat, der vom Volk gewählte Kongress sowie viele seiner Journalisten-Kollegen haben, so Hersh, nach dem 11.9.2001 ihre  demokratischen Aufgaben nicht mehr erfüllt. Die Folgen seien erschreckend und in ihrem Ausmaß noch gar nicht abzusehen.

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Was macht Bush in 481 Tagen?