Das Leben ist eine herrliche Erfindung (162)

Diese großartige Arbeit, eine Hommage an Kurt Schwitters, ist in Hannover-Linden in der Velberstr. entstanden. Die ersten beiden Fotos habe ich mit freundlicher Genehmigung der Homepage der ausführenden Künstlergruppe „strebtvorwärts“ entnommen (dort gibt es noch viele mehr zu sehen). Die anderen Fotos sind von Blogfreund Trithemius, der das Projekt begleitet hat und in einem Eintrag in seinem Blog lesenswerte Hintergrundinformationen gibt. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank!

Advertisements
Das Leben ist eine herrliche Erfindung (162)

Ist die romantische Liebe noch zu retten? (17)

Nächte
Gedicht 7

Innige Nächte
Gluten Qual
Zittert Glut Wonne
Schmerzhaft umeint
Siedend nächtigt Brunst
Peitscht Feuer Blitz
Zuckend Schwüle
O, wenn ich das Fischlein baden könnte!
Zagt ein Innen
Giert schwül
Herb Du
Duft der Braut
Rosen gleißen im Garten
Schlank stachelt Fisch in der Peitscheluft
Wunden Knie
Wogen Brandung Wonne
Wenn das Fischlein fliegen könnte
Ich umwoge
Innenjauchzt
Peitscht still Inbrunst
Überquillt schrill
Kniet Tau auf dem Fischlein
Es schlüpft seine Beinchen
Weiße Beinchen hat das Fischlein
Weiße Augen hat der Tod
Fest peitscht innig Nacht
Ich
Zerwoge
Bleicht müde
Blaut Qual Sonne

Kurt Schwitters
(1917/18)

Ist die romantische Liebe noch zu retten? (17)